05 Sep. Nicole Hassler
Nicole Hassler
1953
geboren in Genf
Atelier in Saint-Louis, Frankreich
1977
Master in Interior Architecture, EAA (HEAD), Geneva, Switzerland
1980
Abschluss in Bildender Kunst an der ESBA in Genf
1981
Residenc: Boston, Massachusetts, USA
1987
Bourses de Genève, Prix de la Ville, Geneva, Switzerland
2000
Landis&Gyr Grant, Zugerkulturstiftung, Berlin, Germany
seit 2025
vertreten durch die Galerie Klaus Braun, Stuttgart
aktuelle Ausstellung
⇒ 2026 FARBMALEREI ANDERS
Öffentliche Sammlungen
MAMCO, Geneva, Switzerland
Fonds Cantonal d’Art Contemporain, Geneva, Switzerland
Fonds d’Art Contemporain de la Ville de Genève, Switzerland
Banque Mirabaud & Cie, Geneva, Switzerland
Banque Cantonale Genevoise, Geneva, Switzerland
Rolex Foundation, Geneva, Switzerland
City Basel-Landschaft, Basel, Switzerland
Kanton Basel-Landschaft, Basel, Switzerland
Musée des Beaux-Arts, La Chaux-de-Fonds, Switzerland
Musée des Beaux-Arts, Grenoble, France
Tucson MOCA, Arizona, USA
Seit einigen Jahrzehnten verwandelt Nicole Hassler Kosmetikprodukte, die als inhärent weiblich kategorisiert werden, in Kunst. Dabei vertritt sie weder eine feministische Position noch das Gegenteil davon, noch gibt sie ein Werturteil über diese kommerziellen Produkte ab. Man könnte sagen, dass sie eine Haltung gegen Verschwendung vertritt. Ihr geht es jedoch vor allem um diese Materialien als Maltechnik zu verwenden und als Malerin zu handeln, indem sie über grundlegende Aspekte der Malerei nachdenkt.
Françoise Ninghetto (Auszug Katalogtext)
Die aktuellen Kunstwerke wurden mit Mica-Pigmenten erstellt. Mica ist Glimmer, ein Mineral, das in sehr dünne, reflektierende Schichten zerlegt werden kann. In Pigmenten erzeugt Mica häufig einen perlmuttartigen, schimmernden oder metallisch wirkenden Effekt. Interessant ist die Veränderung der Farbe durch den Blickwinkel:
– frontal kann die Fläche relativ ruhig und geschlossen erscheinen,
– bei seitlichem Licht kann sie plötzlich schimmern und
– die Oberfläche scheint ihre Farbe bzw. Helligkeit zu verändern.
Dadurch wird das Bild weniger zu einer „abgebildeten Farbe“ als zu einem physischen Farbereignis.
Kosmetik und Künstlerpigment liegen materialtechnisch näher beieinander, als man zunächst denkt: Hassler weist selbst darauf hin, dass Kosmetikhersteller ihre Grundpigmente aus denselben bzw. vergleichbaren Quellen beziehen wie Künstler.
Damit macht sie aus einem Material, das eigentlich für die Haut bestimmt ist, ein Material für die Malerei.




